In der vergangenen Woche hat die "DFL" (die wir, solange sie Willi festhält, in bester Axel-Springer-Manier nur noch mit Anführungszeichen schreiben werden) den Spielplan für die kommende Bundesligasaison bekanntgegeben. Nun gibt es Fans, die wochenlang zittern und bangen, bevor sie den Ligakalender kennen, und es gibt Journalisten, die eine Geheimwissenschaft in die Erstellung hineinlesen und an der Abfolge der Begegnungen bereits den Verlauf der Saison meinen ablesen zu können. Nun denn, wir sind anders. Wir nehmen den Spielplan wie das Wetter. Es gibt ihn, und wir stellen uns darauf ein.
34 Spieltage sind eh zu viel, um sie sich alle merken zu können. Wir halten zunächst für Gladbach fest: Es beginnt daheim gegen Stuttgart (17.8. - ein Sonntagsspiel). Es endet mit einem Heimspiel gegen Dortmund (23.5.). Und gegen Köln geht es am 7. Spieltag daheim (4.10.) und dann nochmal am 24. Spieltag auswärts (14.3.). Das fühlt sich alles gut an - Heimspiel am Anfang und am Ende, Köln mittenmang im Saisonverlauf als weiterer Höhepunkt.
Im DFB-Pokal wiederum startet Gladbach gegen VfB Fichte Bielefeld. Wenn uns nicht alles täuscht, hat ein Bier diesem Klub, der den Fußball nur um einen Buchstaben verfehlte, den Namen gegeben. Das ist sympathisch. Und schlagbar. Der Fußballgott macht seine Arbeit leise und effizient.
Dienstag, 8. Juli 2008
Montag, 7. Juli 2008
glückwunsch, herzberg! (vol. 2)
Zum zweiten Mal in Folge prangt das Wappen vom VfL Herzberg auf unserem kleinen Familienblog.
Wie im letzten Jahr heißt es auch heuer wieder: Herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft!
Klar: Weniger ruhmreich ist das schnöde Titelrennen in der Kreisliga Osterode, wo sich Herzberg ein lange offenes Gefecht mit Viktoria Bad Grund und VfR (sic!) Osterode 2 lieferte, schlussendlich zum zweiten Mal in Folge Meister wurde und nun erneut aufsteigt.
Zu viel mehr Ehr gereicht den Niedersachsen die souveräne Titelverteidigung in der VftabelLe (rechts auf dieser Seite). Vor Jesteburg und Gladbach erklomm Herzberg mit 2,54 Punkten erneut den Thron der stärksten Liga der Welt und schickt sich an, zum Abonnementmeister zu werden.
Die VftabelLe gebar vor einiger Zeit aus der Not - und jene Not greift dieser Tage wieder um sich. Hüben muss Gladbach gegen Gegner wir Wolfsburg, Hoffenheim oder Hertha BSC Berlin antreten, drüben erwarten Osnabrück Spiele bei Ingolstadt, Wehen oder Ahlen. Das alles ist nicht standesgemäß. Kein Mensch kann angesichts dieser 'Konkurrenz' den echten Leistungsstand unserer VfLs messen. Daher braucht es eine adäquate Liga mit adäquaten Gegner: Ausschließlich VfLs. Die Tabelle dieser stärksten Liga der Welt ergibt sich durch ein ausgeklügeltes Bewertungssystem (gewonnene Punkte dividiert durch absolvierte Spiele) und kührt einen Meister, der diesen Namen auch verdient.
Wie das so ist im Fußball und im Leben überhaupt: Es gibt auch Verlierer, Absteiger, Mannschaften, die es sich in der sozialen Hängematte hatten bequem machen wollen, das ein oder andere Tor zu viel kassierten und nun durch die Maschen fallen. Bremen 07, Bückeburg und Hamm (0,00 Punkte!) müssen den bitteren Gang in die Bedeutungslosigkeit gehen. Mitleid ist unangebracht, denn gerade, was Bremen angeht, hielt man das Schicksal bis zum Schluss in eigenen Händen. Doch der eine nötige Punkt beim Brinkumer SV, er rann durch die Bremer Finger.
Im Ergebnis heißt das:
1. Der 1. FC Nürnberg darf wahrhaftig eine weitere Saison unter den ganz Großen mitkicken, und Trainer Thomas von Heesen weiß wohl selbst nicht, warum er noch im Amt ist.
2. Wir brauchen Aufsteiger! Drei VfLs, die an einem regelmäßigen Ligabetrieb teilnehmen, sind eingeladen aufzusteigen. Kurze Mail an vftabelle@vflog.de reicht, ordentliche Bewerbungsunterlagen mit – wie üblich – Anschreiben, VfLebenslauf und möglichst auch Mannschaftsfoto machen natürlich einen besseren Eindruck.
Der Fußballgott strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in der VftabelLe an und fordert daher qualifizierte Frauen zur Bewerbung auf. Auch VfLs mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen, die die geforderten Qualifikationskriterien erfüllen, werden ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert.
Wie im letzten Jahr heißt es auch heuer wieder: Herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft!Klar: Weniger ruhmreich ist das schnöde Titelrennen in der Kreisliga Osterode, wo sich Herzberg ein lange offenes Gefecht mit Viktoria Bad Grund und VfR (sic!) Osterode 2 lieferte, schlussendlich zum zweiten Mal in Folge Meister wurde und nun erneut aufsteigt.
Zu viel mehr Ehr gereicht den Niedersachsen die souveräne Titelverteidigung in der VftabelLe (rechts auf dieser Seite). Vor Jesteburg und Gladbach erklomm Herzberg mit 2,54 Punkten erneut den Thron der stärksten Liga der Welt und schickt sich an, zum Abonnementmeister zu werden.
Die VftabelLe gebar vor einiger Zeit aus der Not - und jene Not greift dieser Tage wieder um sich. Hüben muss Gladbach gegen Gegner wir Wolfsburg, Hoffenheim oder Hertha BSC Berlin antreten, drüben erwarten Osnabrück Spiele bei Ingolstadt, Wehen oder Ahlen. Das alles ist nicht standesgemäß. Kein Mensch kann angesichts dieser 'Konkurrenz' den echten Leistungsstand unserer VfLs messen. Daher braucht es eine adäquate Liga mit adäquaten Gegner: Ausschließlich VfLs. Die Tabelle dieser stärksten Liga der Welt ergibt sich durch ein ausgeklügeltes Bewertungssystem (gewonnene Punkte dividiert durch absolvierte Spiele) und kührt einen Meister, der diesen Namen auch verdient.
Wie das so ist im Fußball und im Leben überhaupt: Es gibt auch Verlierer, Absteiger, Mannschaften, die es sich in der sozialen Hängematte hatten bequem machen wollen, das ein oder andere Tor zu viel kassierten und nun durch die Maschen fallen. Bremen 07, Bückeburg und Hamm (0,00 Punkte!) müssen den bitteren Gang in die Bedeutungslosigkeit gehen. Mitleid ist unangebracht, denn gerade, was Bremen angeht, hielt man das Schicksal bis zum Schluss in eigenen Händen. Doch der eine nötige Punkt beim Brinkumer SV, er rann durch die Bremer Finger.
Im Ergebnis heißt das:
1. Der 1. FC Nürnberg darf wahrhaftig eine weitere Saison unter den ganz Großen mitkicken, und Trainer Thomas von Heesen weiß wohl selbst nicht, warum er noch im Amt ist.
2. Wir brauchen Aufsteiger! Drei VfLs, die an einem regelmäßigen Ligabetrieb teilnehmen, sind eingeladen aufzusteigen. Kurze Mail an vftabelle@vflog.de reicht, ordentliche Bewerbungsunterlagen mit – wie üblich – Anschreiben, VfLebenslauf und möglichst auch Mannschaftsfoto machen natürlich einen besseren Eindruck.
Der Fußballgott strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in der VftabelLe an und fordert daher qualifizierte Frauen zur Bewerbung auf. Auch VfLs mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen, die die geforderten Qualifikationskriterien erfüllen, werden ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert.
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Sonntag, 6. Juli 2008
die em im vflog
Die so genannte Europameisterschaft ist vorbei. Wir haben kaum gemerkt, dass sie überhaupt stattfand, schließlich wurde nur an einem Tag wirklich Fußbal gespielt. Trotzdem erinnern wir uns nicht nur an jenes 1:0 gegen Österreich, als VfOli das Turnier wenigstens für sieben Minuten zu etwas Nennenswertem veredeln konnte, gern. Denn auch an jedem der vielen Tage, an denen Kleingeister sich Fußball wähnten, sie sähen Fußball, gab es eine Menge Sinnvolles zu tun. Die Sommeliers empfahlen in diesem Jahr:
Wegschauen und Red Snapper essen |
VfL sehen: Oli auf der Bank anbeten |
Attentat vorbereiten |
Tippspiele boykottieren |
Türen auf! |
VfL sehen: Was wäre wenn |
Woody Allen lieben lernen |
Milchreis kochen |
Griechenland siegen sehen |
VfL sehen: Kein Grund zum Hupen |
Angela Merkel küssen |
Büroklammern biegen |
VfL sehen: Kurznachrichtendienst |
Patenschaften für (Ex-)Kölner |
Zeitung lesen |
Vermouth machen |
Das Nichts von vor zwei Jahren |
Cioran lesen |
VfL sehen: Live Stream |
Im Mittelmeer baden |
Peer glücklich machen |
Appeasement mit Polen |
VfL sehen: Ohne Oli habt ihr keine Chance |
Wegschauen und Red Snapper essen |
VfL sehen: Oli auf der Bank anbeten |
Attentat vorbereiten |
Tippspiele boykottieren |
Türen auf! |
VfL sehen: Was wäre wenn |
Woody Allen lieben lernen |
Milchreis kochen |
Griechenland siegen sehen |
VfL sehen: Kein Grund zum Hupen |
Angela Merkel küssen |
Büroklammern biegen |
VfL sehen: Kurznachrichtendienst |
Patenschaften für (Ex-)Kölner |
Zeitung lesen |
Vermouth machen |
Das Nichts von vor zwei Jahren |
Cioran lesen |
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Im Mittelmeer baden |
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Appeasement mit Polen |
VfL sehen: Ohne Oli habt ihr keine Chance |
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Samstag, 5. Juli 2008
sms von maik: vorbei
Mit Urlaub ist's wie mit guten VfspieLen: Kaum begonnen, schon wieder vorbei. Das muss sich ändern! Und: Der Spielerfrauen wegen dringend Kroaten verpflichten.
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Freitag, 4. Juli 2008
der fesche freitag #9: the return of the irrtums-shirt

Viel zu lange haben wir uns hier auf seriöse Sportberichterstattung konzentriert, statt an unseren Profit zu denken. Das passiert uns manchmal, und dann ist Monatsanfang, das Gehalt kommt, und wir sind immer noch in den Miesen. Dann wissen wir wieder, so kann es nicht weitergehen. Wir müssen härter PR machen, Marketing, Guerilla und so. Oder einfach betteln. Leute, wollt Ihr das die Autoren von Eurem Lieblingsblog verarmen? Das ist doch kein Leben. Wie überhaupt das alles doch irgendwie kein Leben ist, oder? Es gibt doch ohnehin nur eins, was alles noch schlimmer machen würde: Wenn es keinen Fußball geben tät. Genau das wusste schon Nietzsche, nur dass er wie so oft Fußball und Musik verwechselt hat. In der Phase war er halt schon a bisserl wahnsinnig.
Wir jedenfalls bieten ab sofort zum limitierten Sonderpreis das megaschicke "Ohne Fußball wäre das Leben ein Irrtum"-Shirt an. In Olive. Aus 100% Baumwolle. Nur hier mit dem Original-brennenden-VfL-Herz. Kaufen, Leute, kaufen! Bald ist dann schon Herbst, und man muss wieder Pullover tragen. Die sind teurer.
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Donnerstag, 3. Juli 2008
fohlen tv: abstiegskampf on demand?
Von wegen Sommerpause! Gladbach überrascht doch immer wieder und launcht mitten ins Sommerloch ein neues, stylishes, cooles, innovatives Ding auf seiner Website: Fohlen.TV! Ein Internet-Fernsehsender, mit dem man alle Spiele der Borussia in voller Länge (allerdings nicht live) sehen kann, sowie Zusammenfassungen, Trainingsberichte usw. Langfristig sieht Pressesprecher Markus Aretz laut borussia.de das Ziel darin, "irgendwann soweit zu sein, dass wir Spiele von Borussia in unserem eigenen Portal live und exklusiv übertragen können, dabei auch unabhängig von Fernsehsendern werden."
Ein schönes Angebot, allein eines, das zwei Jahre zu spät kommt. Dereinst in Wien hätte ich es gebraucht. Und jetzt? Überlege ich noch, ob es sich lohnt dafür zu zahlen, Gladbach zu jedem Zeitpunkt on demand im Abstiegskampf zu sehen. Live reicht mir, glaube ich. Oder bin ich wieder mal zu pessimistisch?
Ein schönes Angebot, allein eines, das zwei Jahre zu spät kommt. Dereinst in Wien hätte ich es gebraucht. Und jetzt? Überlege ich noch, ob es sich lohnt dafür zu zahlen, Gladbach zu jedem Zeitpunkt on demand im Abstiegskampf zu sehen. Live reicht mir, glaube ich. Oder bin ich wieder mal zu pessimistisch?
Mittwoch, 2. Juli 2008
sommerpause: man kann ja nicht immer vfl sehen
In der Sommerpause kommen die Geister zum erliegen. Nichts, rein gar nichts Sinnvolles ist zu tun. Da klicken wir uns durch die tiefen des Netzes und bleiben nirgendwo hängen, denn kein VfL-Ball rollt, nirgends. Schließlich landen wir auf den Seiten der ZEIT, in der Hoffnung, dass uns wenigstens Helmut Schmidt einmal mehr die Welt erklärt, und warum sie so trist ist ohne VfL.
Stattdessen finden wir den ZEIT-Sex-Blog und stellen fest: Man muss ja nicht immer reden.
Stattdessen finden wir den ZEIT-Sex-Blog und stellen fest: Man muss ja nicht immer reden.
Dienstag, 1. Juli 2008
sms von maik: stille
Stille. Selten eine Welle oder eine Grille, die zierpt. Noch nur im Mittelmeer. Bald aber, nach der nächsten Niederlage gegen Borussia, auch im Kölner Fanblock.
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Montag, 30. Juni 2008
das ist die hölle
Ja, gut, wir geben's zu: Auch wir haben EM geguckt, auch wenn es kein Fußball war. Jetzt ist auch das vorbei und wir haben tiefste Sommerpause. Eklig, das, und öde. So in etwa stellen wir uns die Hölle vor: Wochen ohne Fußball. Schön, wenn dann wenigstens Rowan Atkinson der Teufel ist.
Sonntag, 29. Juni 2008
vfl sehen #6: ohne oli habt ihr keine chance
Ach, wofür reden wir uns denn den Mund fusselig, Jogi? Wieder einmal hast Du den einzigen VfLer draußen gelassen und die Quittung dafür bekommen. Ärgerlich? Für Dich vielleicht. Uns ist es wurscht. Aber bei der nächsten WM, denk halt dran, falls Du dann noch Trainer bist.
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Samstag, 28. Juni 2008
empfehlung #17: appeasement mit polen
Jaja, Sommerzeit ist Urlaubszeit. Als erster hatte in diesem Jahr ich meinen Urlaub eingereicht, daher muss Martin dieser Tage allein in der VfLog-Redaktion ausharren. Gott sei Dank tut es die Klimaanlage, und er kann sich mit Vanilleeis bei Laune halten, das ich vor meiner Abreise noch gekauft hab. Derweil schwimme ich im kraotischen Mittelmeer, bis gleich in wenigen Stunden der Segeltoern durch dasselbe beginnt. Was man gut machen kann, im Urlaub sowieso, aber auch, wenn es noch eine Zeitlang dauert, bis irgendwo wieder Fussball gespielt wird, ist: Gute Miene bei polnischen Nachbarn machen.
Gestern Abend mit Elisabeth und ihrem Mann aus Posen. Elisabeth ist Deutschlehrerin und hatte eine Menge zu erzaehlen. Ich habe eine Menge zugehoert. Elisabeth hat eine Tochter namens Ilona, aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls: Polen ist so nah, und doch truebt die unselige Vergangenheit unser beider entspanntes Verhaeltnis, mindestens latent. Das muss nicht sein: Sprechen Sie Polen an, spendieren Sie Wein, reklamieren Sie Anerkennung fuer deutsche Sportler und geizen Sie nicht mit derselben fuer polnische (Formel 1, Skispringen). Machen Sie einen guten Eindruck - spaetestens, wenn es Uebernachtungsgelegenheiten bei den nahenden Europacup-Spielen der VfLs braucht, wird sich das auszahlen. Wenn das kein Anreiz ist!
Gestern Abend mit Elisabeth und ihrem Mann aus Posen. Elisabeth ist Deutschlehrerin und hatte eine Menge zu erzaehlen. Ich habe eine Menge zugehoert. Elisabeth hat eine Tochter namens Ilona, aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls: Polen ist so nah, und doch truebt die unselige Vergangenheit unser beider entspanntes Verhaeltnis, mindestens latent. Das muss nicht sein: Sprechen Sie Polen an, spendieren Sie Wein, reklamieren Sie Anerkennung fuer deutsche Sportler und geizen Sie nicht mit derselben fuer polnische (Formel 1, Skispringen). Machen Sie einen guten Eindruck - spaetestens, wenn es Uebernachtungsgelegenheiten bei den nahenden Europacup-Spielen der VfLs braucht, wird sich das auszahlen. Wenn das kein Anreiz ist!
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Freitag, 27. Juni 2008
empfehlung #16: peer glücklich machen
Fernsehen macht schlau. Auf der Homepage vom NDR fanden wir jüngst einen Beitrag über die unterschiedlichen MwSt-Sätze für Essen "to go" und im Restaurant. Wann immer der nett Mann bei Mäckes stammelt "Hia esse odda mietnämme?" fragt er nämlich eigentlich "Kohle fir Mäckes odda Kohle fir Stadt?" Wobei er Staat meint, er spricht das 'A' nur aus Gewohnheit kurz.
Wie das, fragen jetzt diejenigen unter unseren Lesern, die nicht Steuerberater sind. Nun, ganz einfach: Für Essen, das man mit nach Hause nimmt, gilt ein reduzierter Steuersatz, denn das sind Lebensmittel wie im Supermarkt. Essen, das man vor Ort ist, zählt sozusagen als Luxus und ist nicht rabattiert. Das ändert aber nichts an den Preisen bei McD und manch anderem Food-Outlet. Was wiederum heißt: Wann immer jemand sagt "Zum mitnehmen" streicht die Kette fette Zusatzeuros ein. Und wann immer jemand sagt "Zum hier essen" geht es unserem Sozialstaat ein kleines bißchen besser...
Daher unsere Empfehlung: Stärkt Deutschland, letztlich kommt es auch der Nationalelf zugute, und sagt bei McD immer nur noch "zum hier essen". Das macht Peer glücklich und rettet womöglich den Sozialstaat. Auch wenn Ronald McDonald weint.
Wie das, fragen jetzt diejenigen unter unseren Lesern, die nicht Steuerberater sind. Nun, ganz einfach: Für Essen, das man mit nach Hause nimmt, gilt ein reduzierter Steuersatz, denn das sind Lebensmittel wie im Supermarkt. Essen, das man vor Ort ist, zählt sozusagen als Luxus und ist nicht rabattiert. Das ändert aber nichts an den Preisen bei McD und manch anderem Food-Outlet. Was wiederum heißt: Wann immer jemand sagt "Zum mitnehmen" streicht die Kette fette Zusatzeuros ein. Und wann immer jemand sagt "Zum hier essen" geht es unserem Sozialstaat ein kleines bißchen besser...
Daher unsere Empfehlung: Stärkt Deutschland, letztlich kommt es auch der Nationalelf zugute, und sagt bei McD immer nur noch "zum hier essen". Das macht Peer glücklich und rettet womöglich den Sozialstaat. Auch wenn Ronald McDonald weint.
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Donnerstag, 26. Juni 2008
empfehlung #15: im mittelmeer baden
Vorher bei 34 Grad in der Sonne aufwärmen. Ruhe bewahren. Wasserball aufpumpen. An Fußball denken. Das letzte VfduelL nachspielen.
(Per SMS übermittelt von Maik)
(Per SMS übermittelt von Maik)
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Mittwoch, 25. Juni 2008
vfl sehen #5: live stream
Haben Sie auch schon ein Fähnchen auf dem Auto? Wenn ja, kann man nur hoffen, dass Ihre Haussklaven die Farben in der rechten Folge auf den Stoff gebügelt haben und sie nicht wie Tom Buhrow in den Tagesthemen "Rot Schwarz Gold" geflaggt haben. Echte Gutmenschen wedeln links streng national und rechts das Fähnchen der Türkei. Auf dass man in jedem Fall einen Kratzer im Lack hat, morgen früh.
Wenn wir einmal den Tatsachen ins Auge sehen, stellen wir fest: Der ganze Hype um dieses Spiel ist zum Ermüden. Das ZDF eröffnete und schloss gestern seine sogenannte "Nachrichten"-Sendung "heute nacht" mit dem Kreuzberg-Derby. Zufällig übertragen sie das Spiel auch heute abend, so dass wir nichtmals um Kerner herumkommen, der wohl wieder nicht in den Bodensee fallen wird, um dort von sympathischen Felchen verspeist zu werden, wie ich es schon so oft erträumt habe, in den letzten Tagen.
Aus Protest werde ich heute Abend nicht Fernsehen. Nein! Ich boykottiere meinen Fernseher. Ich schaue am Livestream. Das geht jetzt nämlich erstmals wirklich gut und ohne illegale Downloads für Underground-Sender aus China. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass ab und an das Bild stehen bleibt. Und auch "live" ist nicht ganz wörtlich zu sehen. Vor ein paar Tagen bekam ich eine SMS: "Geiles Tor!" In meinem Livestream stand es noch 0:0. Zehn Sekunden später hatte ich es dann auch gesehen.
Ach, wäre ich doch mönchshafter, könnte ich mich frei machen von meinen Begierden und Sehnsüchten, von meinem Fußballjunkietum, das auch heute Abend erwartbar enttäuscht werden wird (VfOli wird wieder auf der Bank sitzen). Doch natürlich werde ich mich wieder durch die dummen Kommentare, armseligen Interviews und sinnlosen Liveschaltungen in alle Welt von Antalya bis zum Brandenburger Tor qäulen und mich fragen, was ich hier eigentlich tue.
Was sagt Emile Cioran? "In einer Welt ohne Melancholie würden die Nachtigallen rülpsen."
Wenn wir einmal den Tatsachen ins Auge sehen, stellen wir fest: Der ganze Hype um dieses Spiel ist zum Ermüden. Das ZDF eröffnete und schloss gestern seine sogenannte "Nachrichten"-Sendung "heute nacht" mit dem Kreuzberg-Derby. Zufällig übertragen sie das Spiel auch heute abend, so dass wir nichtmals um Kerner herumkommen, der wohl wieder nicht in den Bodensee fallen wird, um dort von sympathischen Felchen verspeist zu werden, wie ich es schon so oft erträumt habe, in den letzten Tagen.
Aus Protest werde ich heute Abend nicht Fernsehen. Nein! Ich boykottiere meinen Fernseher. Ich schaue am Livestream. Das geht jetzt nämlich erstmals wirklich gut und ohne illegale Downloads für Underground-Sender aus China. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass ab und an das Bild stehen bleibt. Und auch "live" ist nicht ganz wörtlich zu sehen. Vor ein paar Tagen bekam ich eine SMS: "Geiles Tor!" In meinem Livestream stand es noch 0:0. Zehn Sekunden später hatte ich es dann auch gesehen.
Ach, wäre ich doch mönchshafter, könnte ich mich frei machen von meinen Begierden und Sehnsüchten, von meinem Fußballjunkietum, das auch heute Abend erwartbar enttäuscht werden wird (VfOli wird wieder auf der Bank sitzen). Doch natürlich werde ich mich wieder durch die dummen Kommentare, armseligen Interviews und sinnlosen Liveschaltungen in alle Welt von Antalya bis zum Brandenburger Tor qäulen und mich fragen, was ich hier eigentlich tue.
Was sagt Emile Cioran? "In einer Welt ohne Melancholie würden die Nachtigallen rülpsen."
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Dienstag, 24. Juni 2008
empfehlung #14: cioran lesen
Zuerst begegneten wir ihm im Café Jelinek, einem der schönsten Kaffeehäuser Wiens, gleich ums Eck von meiner Wohnung, meiner früheren. Emile M. Cioran. Natürlich saß er dort nicht selbst, denn er ist tot. Seit 1995. Aber ich saß dort und las das wunderbare Buch Subtexte von Ilse Aichinger, das Kurztexte von ihr versammelt, die allesamt selbst wiederum im Café Jelinek entstanden sind. Und in jedem dieser Texte war auch Emile Cioran vertreten, mit einem Zitat, einem Aphorismus einer Aussage.
Und er ist sympathisch dieser Mann, in seinem Gram und seiner Verzweiflung über die Welt. Die richtig gestimmten Texte für eine Zeit, in der gerade ganz Europa hupend durch die Straßen fährt und das tut, was für Feiern gehalten wird.
Cioran zu lesen ist eine Entdeckung. Und der Mann hat auch noch Ahnung von Fußball, er kennt den Abstiegskampf und weiß um das Dasein als VfL-Fan.
Und so könnten wir immer weiter zitieren. Aber lieber lesen wir weiter. Und legen unseren Lesern Cioran ans Herz. Er ist die bessere Alternative zum Vfl-freien Pseudofußball, zum erbärmlichen Public Viewing und zum tristen Autokorso.
In jedem Menschen schlummert ein Prophet: erwacht er, so gibt es ein klein wenig mehr des Übels in der Welt.
Und er ist sympathisch dieser Mann, in seinem Gram und seiner Verzweiflung über die Welt. Die richtig gestimmten Texte für eine Zeit, in der gerade ganz Europa hupend durch die Straßen fährt und das tut, was für Feiern gehalten wird.
Das Glück ist nicht in der Begierde, sondern in der Abwesenheit von Begierde, genauer, in der Begeisterung für diese Abwesenheit.
Cioran zu lesen ist eine Entdeckung. Und der Mann hat auch noch Ahnung von Fußball, er kennt den Abstiegskampf und weiß um das Dasein als VfL-Fan.
Geschwätz ist jede Konversation mit einem, der nicht gelitten hat.
Und so könnten wir immer weiter zitieren. Aber lieber lesen wir weiter. Und legen unseren Lesern Cioran ans Herz. Er ist die bessere Alternative zum Vfl-freien Pseudofußball, zum erbärmlichen Public Viewing und zum tristen Autokorso.
Die Tatsache, daß das Leben keinen Sinn hat, ist ein Grund, um zu leben. Übrigens der einzige.
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Montag, 23. Juni 2008
empfehlung #13: das nichts von vor zwei jahren
Es gab ja schon mal eine Zeit, in der die VfLs Pause hatten und eine Menge Ahnungslose dachten, die Welt spiele Fußball, dabei tat sie in Wahrheit nichts. Die Welt nannte das seinerzeit "WM". Das ist etwa zwei Jahre her. Was für Affentanz das war! Wir hatten diesen Mummenschanz auch damals nicht mit gemacht. Erinnert sich noch wer?
Wegschauen |
Schriftsteller werden |
VfL sehen! #1 |
Hartmann huldigen |
VfL sehen! #2 |
Ausschlafen |
Neuzugang verpflichten |
VfL sehen #3 |
Schluss machen |
Ins Hallenbad gehen |
VfL sehen! #4 |
SV ARD anfeuern |
VfL sehen! #5 |
Esterházy |
VfL sehen! #6 |
Ein Gedicht aufsagen |
Holundersirup |
Joggen |
Französischen Wein trinken |
Stadien schrumpfen |
VfL sehen #7 und weghören! |
Portugiesischen Wein trinken |
In alten Zeiten schwelgen |
Kay-Sölve anschmachten |
VfL sehen #8 - Marcell statt Frings |
Auf die Bundesliga freuen |
Frech werden |
Generös sein |
Endlich richtig VfL sehen |
Auf die Regionalliga freuen |
Schluss: Mehr Licht |
Und als Bonbon: Weltexklusiv: Die Materazzi-Worte |
Wegschauen |
Schriftsteller werden |
VfL sehen! #1 |
Hartmann huldigen |
VfL sehen! #2 |
Ausschlafen |
Neuzugang verpflichten |
VfL sehen #3 |
Schluss machen |
Ins Hallenbad gehen |
VfL sehen! #4 |
SV ARD anfeuern |
VfL sehen! #5 |
Esterházy |
VfL sehen! #6 |
Ein Gedicht aufsagen |
Holundersirup |
Joggen |
Französischen Wein trinken |
Stadien schrumpfen |
VfL sehen #7 und weghören! |
Portugiesischen Wein trinken |
In alten Zeiten schwelgen |
Kay-Sölve anschmachten |
VfL sehen #8 - Marcell statt Frings |
Auf die Bundesliga freuen |
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Generös sein |
Endlich richtig VfL sehen |
Auf die Regionalliga freuen |
Schluss: Mehr Licht |
Und als Bonbon: Weltexklusiv: Die Materazzi-Worte |
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Sonntag, 22. Juni 2008
empfehlung #12: vermouth machen
Wer trinkt ihn nicht gern, den Martini. Mit einem Schuss Zitrone, drei Eiswürfeln macht er noch jeden Tag im Nachhinein erträglich. Echte Kenner verlassen sich aber nicht auf die Martinis und Noilly Prats dieser Welt. Sie machen ihren eigenen Vermouth. Es wird unsere Leser nicht überraschen: Echte Kenner sind wir.
Und es geht ganz leicht: Eine kleine Kräutermischung zusammenstellen (Faustregel: mindestens vier Kräuter, darunter in jedem Fall Wermuth und in keinem Fall etwas, was man nicht mag. Alles andere ist Freestyle, hey, sind wir kreativ!), ab in einem Topf, ein Glas Wein dazu, ca. 10 Minuten bei schwacher Hitze einköcheln lassen. Über Nacht kühlen lassen. Die Kräuterweinessenz durch ein Sieb oder Kaffeefilter zurück in den Wein und, schwupps, noch einen Schluck hochprozentiges dazu, Korn tut es, Brandy geht, Grappa ist ein Hit. Fertig ist der eigene Vermouth. Und wer heute noch loslegt, hat morgen Abend schon sein Getränk und wird den EM-Pseudofußball keine Sekunde vermissen müssen.
Und es geht ganz leicht: Eine kleine Kräutermischung zusammenstellen (Faustregel: mindestens vier Kräuter, darunter in jedem Fall Wermuth und in keinem Fall etwas, was man nicht mag. Alles andere ist Freestyle, hey, sind wir kreativ!), ab in einem Topf, ein Glas Wein dazu, ca. 10 Minuten bei schwacher Hitze einköcheln lassen. Über Nacht kühlen lassen. Die Kräuterweinessenz durch ein Sieb oder Kaffeefilter zurück in den Wein und, schwupps, noch einen Schluck hochprozentiges dazu, Korn tut es, Brandy geht, Grappa ist ein Hit. Fertig ist der eigene Vermouth. Und wer heute noch loslegt, hat morgen Abend schon sein Getränk und wird den EM-Pseudofußball keine Sekunde vermissen müssen.
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Samstag, 21. Juni 2008
empfehlung #11: zeitung lesen
Heute ist Samstag. Der letzte Arbeitstag der Woche liegt hinter uns, das ganze Wochenende vor uns. Der Samstag hieß einmal Sonnabend, ein schönes, angemessenes Wort. Ein Tag als ein einziger sonniger Abend, was könnte man sich Besseres wünschen zum Glück?
Schlagen wir also zum Frühstück die Zeitung auf. Als erstes "ÖSTERREICH", denn gestern Abend war ich im Stadion zum Wiener Lokalderby Kroatien - Türkei, ja, ja. Da muss ich heute alles Verfügbare lesen, viel ist es nicht, denn das Spiel war lang, der Redaktionsschluss früh, da schaffen nur die Sekundenjournalisten von Medienmogul Fellner eine bildreiche Berichterstattung für die Heimreise nach Deutschland. Dort ist man sogar so weit, schon auf das Halbfinale Deutschland vs Türkei zu schauen. Und die im ÖSTERREICH abgedruckte Statistik der bisherigen Partien lässt uns hoffen:
Ja, was soll da noch schiefgehen für uns?! Derart erheitert greife ich zur FAZ vom Vortag, gleich zu den bunten Seiten, wo ich einen Bericht über den neusten ADAC-Autoraststätten-Test finde. Ich liebe Autoraststätten. Sie werden immer hübscher (das findet im Übrigen auch der ADAC), und sie wecken Urlaubsgefühle in mir. So sehr wie Autoraststätten liebe ich eigentlich nur noch Raststätten-Tests. Zumal in der FAZ, die schon in der Titelzeile Spaß macht wie sonst nur in ihren Leitartikeln:
...ist dort zu lesen. Currywurst gesund? Wie machen Raststätten das, dass selbst die Currywurst hier gesund ist?! Und die Unterzeile legt noch einen drauf, denn dort steht der Name des Autors. Er heißt: "Reiner Burger". Kein Scherz. Zwischen St. Pölten und Passau war ich für Stunden nicht ansprechbar.
Schlagen wir also zum Frühstück die Zeitung auf. Als erstes "ÖSTERREICH", denn gestern Abend war ich im Stadion zum Wiener Lokalderby Kroatien - Türkei, ja, ja. Da muss ich heute alles Verfügbare lesen, viel ist es nicht, denn das Spiel war lang, der Redaktionsschluss früh, da schaffen nur die Sekundenjournalisten von Medienmogul Fellner eine bildreiche Berichterstattung für die Heimreise nach Deutschland. Dort ist man sogar so weit, schon auf das Halbfinale Deutschland vs Türkei zu schauen. Und die im ÖSTERREICH abgedruckte Statistik der bisherigen Partien lässt uns hoffen:
Die Türken stehen heuer [=in diesem Jahr, Anm. d. Red.] zum ersten Mal seit der Weltmeisterschaft 2002 im Halbfinale eines Turniers. In 17 Spielen gegen Deutschland gab es elf Pleiten, drei Unentschieden, drei Niederlagen.
Ja, was soll da noch schiefgehen für uns?! Derart erheitert greife ich zur FAZ vom Vortag, gleich zu den bunten Seiten, wo ich einen Bericht über den neusten ADAC-Autoraststätten-Test finde. Ich liebe Autoraststätten. Sie werden immer hübscher (das findet im Übrigen auch der ADAC), und sie wecken Urlaubsgefühle in mir. So sehr wie Autoraststätten liebe ich eigentlich nur noch Raststätten-Tests. Zumal in der FAZ, die schon in der Titelzeile Spaß macht wie sonst nur in ihren Leitartikeln:
Parkplatz gut, Wickelraum sauber, Currywurst gesund
...ist dort zu lesen. Currywurst gesund? Wie machen Raststätten das, dass selbst die Currywurst hier gesund ist?! Und die Unterzeile legt noch einen drauf, denn dort steht der Name des Autors. Er heißt: "Reiner Burger". Kein Scherz. Zwischen St. Pölten und Passau war ich für Stunden nicht ansprechbar.
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Freitag, 20. Juni 2008
empfehlung #10: patenschaften für (ex-)kölner
Viele Menschen können nichts für ihr Unglück. Sie schlittern in jämmerliche Verhältnisse, und so sehr sie sich auch mühen: Sie kommen nicht mehr von Fleck. 'Fans' des 1. 'F'C Köln klingeln jetzt die Ohren. Manche seit kurzem, viele seit vielen Jahren machen es sich bequem in ihrem Schicksal, jammern nicht und ertragen, dass da, wo sie sind, unten ist.
Wer sich in dieser fußballlosen Zeit noch ein Rest-µ Menschlichkeit bewahrt hat, mag mithelfen, solchen kranken Seelen einen Weg zurück ins Leben zu bahnen. Gut zureden, Perspektiven aufzeigen, Alternativen ausarbeiten, Zuversicht lernen.
Der VfL hat heute etwa den Ex-Kölner Torwart Stefan Wessels verpflichtet. Wessels war zwischenzeitlich ins Ausland geflüchtet, um dem Kölner Fluch zu entkommen. Erfolglos natürlich. Er muss nun alles wieder vorn lernen: Ball fangen und werfen, schießen, Schnürsenkel zubinden und so weiter. Aber er wird das packen. Ab August wird er sich fühlen wie neu geboren. Er wird ein neuer Mensch sein.
Doch Wessels ist nur einer von Hunderttausenden, und eine Patenschaft muss nicht zwangsläufig so teuer sein wie in seinem Fall. Erkundigen Sie sich und machen Sie sich nützlich, so lange es nichts Besseres zu tun gibt.
Wer sich in dieser fußballlosen Zeit noch ein Rest-µ Menschlichkeit bewahrt hat, mag mithelfen, solchen kranken Seelen einen Weg zurück ins Leben zu bahnen. Gut zureden, Perspektiven aufzeigen, Alternativen ausarbeiten, Zuversicht lernen.
Der VfL hat heute etwa den Ex-Kölner Torwart Stefan Wessels verpflichtet. Wessels war zwischenzeitlich ins Ausland geflüchtet, um dem Kölner Fluch zu entkommen. Erfolglos natürlich. Er muss nun alles wieder vorn lernen: Ball fangen und werfen, schießen, Schnürsenkel zubinden und so weiter. Aber er wird das packen. Ab August wird er sich fühlen wie neu geboren. Er wird ein neuer Mensch sein.
Doch Wessels ist nur einer von Hunderttausenden, und eine Patenschaft muss nicht zwangsläufig so teuer sein wie in seinem Fall. Erkundigen Sie sich und machen Sie sich nützlich, so lange es nichts Besseres zu tun gibt.
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Donnerstag, 19. Juni 2008
vfl sehen #4: kurznachrichtendienst
Jogi darf nicht auf die Bank, Klinsi fehlt immer noch, Hansi muss es richten, und der Capitano braucht Geistesblitze. Das wird ein stressiger Abend. Gottlob können sich die beiden Trainer per SMS zwischen Bank und Tribüne verständigen.
An: Jogi
Hat dieser Ronaldo nicht früher für Brasilien gespielt? Das wäre ein Regelverstoß. Verraten wir erst hinterher! Augenzwinkernd: Hansi
Gesendet: 20:11
An: Assi
Behalt das erstmal für dich. Sprechen wir nach dem Spiel drüber. Erinner Merte nochmal dran, dass ich den Ronaldo nach einer Viertelstunde nicht mehr auf dem Platz sehen will! Högschde Disziplin! Joachim
Gesendet um: 20:17
An: Jogi
Welche Strophe der Hymne singen wir nochmal? Poldi fragt. Etwas aufgeregt grüßt: Hansi
Gesendet um: 20:34
An: Assi
Die mit "Einigkeit und Recht und Freiheit". Und sag ihm nochmal: Es heißt "Brüh im Lichte dieses Glückes"! Er soll sich Mühe geben. Toi, toi, toi. JL
Gesendet um: 20:35
An: Jürgen
Achte auf Poldi während der Hymne. Wird ein Knaller! Flick schlägt sich wacker. Kennt jetzt alle Namen und Positionen. Nun noch ein schnelles Häppchen mit Angela. Locker bleiben, Jogi.
Gesendet um: 20:36
An: Jogi
Scheiße. 0:1. Lahm ist schuld. Der Portugenser darf doch nie zur Flanke kommen. Und Metze muss den Ronaldo besser in den Griff kriegen. Wir müssen eher auf den Ball gehen. Mario muss sich mehr Bälle aus dem Mittelfeld holen. Kommst du in der Pause runter? Hansi
Gesendet um: 21:03
An: Jogi
Na, da hat der ganze Laden ja mal ordentlich gepennt! Mensch, da muss der Hansi doch viel eher am Seitenrand Signale geben, dass da einiges falsch läuft. Da muss er die Mannschaft doch von außen neu ordnen. Na, reg dich nicht zu sehr auf und komm erst mal wieder runter. Alles Gute, Jürgen
Gesendet um: 21:04
An: Jürgen; Assi
Perfekt analysiert! Ich komm runter, keine Sorge!
Gesendet um: 21:07
An: Capitano
Ey, Ballack, die Vollgurke, kriegt ja gar nichts hin. Von wegen Führungsspieler! Was soll ich machen?? Wie drehen wir das Spiel noch? Rat suchend: Hansi
Gesendet um: 22:07
An: Jogi
Mist, hab diese SMS eben aus Versehen an Michael geschickt. War für dich gedacht. Also: Ey, Ballack, die Vollgurke, kriegt ja gar nichts hin. Von wegen Führungsspieler! Was soll ich machen?? Wie drehen wir das Spiel noch? Rat suchend: Hansi
Gesendet um: 22:08
An: Assi
Da kann nur noch Oli helfen!! Schnell wechseln!! Joachim
Gesendet um: 22:14
An: Jogi
Du meinst wegen '96, oder wie? Gute Idee! Wo ist der eigentlich? Hab ich den ganzen Abend nicht gesehen! Schick ihn runter, wenn du ihn vor mir findest! Echt, gute Idee! Hansi
Gesendet um: 22:15
An: Assi
Neuville, nicht Bierhoff! Wechsel Neuville ein! Den Kleinen mit den dunklen Haaren, der nicht so gut deutsch kann. Also nicht Kuranyi! Und nimm Poldi raus, der soll dann sofort in die Kabine gehen. Beeil dich! JL
Gesendet um: 22:16
An: Lukas P.
Kein gutes Spiel, Junge. Aber nicht so schlimm: Tu mir den Gefallen, geh mal an Michaels Handy und lösch die SMS, die ihm Flick gerade geschickt hat, ok?! Danke, Junge. Spielst im Halbfinale! Gruß, Trainer
Gesendet um: 22:20
An: Jogi
Geil!! Glückwunsch! Dass auf Oli Verlass ist, wissen wir. Aber dass er gleich zwei Buden macht, Respekt! Sag den Jungs, ich bin stolz. Und: Sieh zu, dass du zurück auf die Bank kommst. Viel Glück am Mittwoch. Jürgen
Gesendet um: 22:36
An: Jogi
Hat dieser Ronaldo nicht früher für Brasilien gespielt? Das wäre ein Regelverstoß. Verraten wir erst hinterher! Augenzwinkernd: Hansi
Gesendet: 20:11
An: Assi
Behalt das erstmal für dich. Sprechen wir nach dem Spiel drüber. Erinner Merte nochmal dran, dass ich den Ronaldo nach einer Viertelstunde nicht mehr auf dem Platz sehen will! Högschde Disziplin! Joachim
Gesendet um: 20:17
An: Jogi
Welche Strophe der Hymne singen wir nochmal? Poldi fragt. Etwas aufgeregt grüßt: Hansi
Gesendet um: 20:34
An: Assi
Die mit "Einigkeit und Recht und Freiheit". Und sag ihm nochmal: Es heißt "Brüh im Lichte dieses Glückes"! Er soll sich Mühe geben. Toi, toi, toi. JL
Gesendet um: 20:35
An: Jürgen
Achte auf Poldi während der Hymne. Wird ein Knaller! Flick schlägt sich wacker. Kennt jetzt alle Namen und Positionen. Nun noch ein schnelles Häppchen mit Angela. Locker bleiben, Jogi.
Gesendet um: 20:36
An: Jogi
Scheiße. 0:1. Lahm ist schuld. Der Portugenser darf doch nie zur Flanke kommen. Und Metze muss den Ronaldo besser in den Griff kriegen. Wir müssen eher auf den Ball gehen. Mario muss sich mehr Bälle aus dem Mittelfeld holen. Kommst du in der Pause runter? Hansi
Gesendet um: 21:03
An: Jogi
Na, da hat der ganze Laden ja mal ordentlich gepennt! Mensch, da muss der Hansi doch viel eher am Seitenrand Signale geben, dass da einiges falsch läuft. Da muss er die Mannschaft doch von außen neu ordnen. Na, reg dich nicht zu sehr auf und komm erst mal wieder runter. Alles Gute, Jürgen
Gesendet um: 21:04
An: Jürgen; Assi
Perfekt analysiert! Ich komm runter, keine Sorge!
Gesendet um: 21:07
An: Capitano
Ey, Ballack, die Vollgurke, kriegt ja gar nichts hin. Von wegen Führungsspieler! Was soll ich machen?? Wie drehen wir das Spiel noch? Rat suchend: Hansi
Gesendet um: 22:07
An: Jogi
Mist, hab diese SMS eben aus Versehen an Michael geschickt. War für dich gedacht. Also: Ey, Ballack, die Vollgurke, kriegt ja gar nichts hin. Von wegen Führungsspieler! Was soll ich machen?? Wie drehen wir das Spiel noch? Rat suchend: Hansi
Gesendet um: 22:08
An: Assi
Da kann nur noch Oli helfen!! Schnell wechseln!! Joachim
Gesendet um: 22:14
An: Jogi
Du meinst wegen '96, oder wie? Gute Idee! Wo ist der eigentlich? Hab ich den ganzen Abend nicht gesehen! Schick ihn runter, wenn du ihn vor mir findest! Echt, gute Idee! Hansi
Gesendet um: 22:15
An: Assi
Neuville, nicht Bierhoff! Wechsel Neuville ein! Den Kleinen mit den dunklen Haaren, der nicht so gut deutsch kann. Also nicht Kuranyi! Und nimm Poldi raus, der soll dann sofort in die Kabine gehen. Beeil dich! JL
Gesendet um: 22:16
An: Lukas P.
Kein gutes Spiel, Junge. Aber nicht so schlimm: Tu mir den Gefallen, geh mal an Michaels Handy und lösch die SMS, die ihm Flick gerade geschickt hat, ok?! Danke, Junge. Spielst im Halbfinale! Gruß, Trainer
Gesendet um: 22:20
An: Jogi
Geil!! Glückwunsch! Dass auf Oli Verlass ist, wissen wir. Aber dass er gleich zwei Buden macht, Respekt! Sag den Jungs, ich bin stolz. Und: Sieh zu, dass du zurück auf die Bank kommst. Viel Glück am Mittwoch. Jürgen
Gesendet um: 22:36
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