Freitag, Juli 03, 2009

der vflog schlagzeilen-service #6: bad banks

Zunächst eine Klarstellung: Gladbach tut zu viel derzeit. Neuer Trainer, neuer Sponsor, lauter neue Spieler. Jetzt schon wieder einer. Aus Mallorca. Ich komme nicht mehr mit. Aber wir kümmern uns drum. Heute fangen wir mal an. Mit kleinen Schritten.

Unser kleiner Familienblog ist dafür bekannt generös zu sein und bescheiden. Wir haben die besten Ideen, keine Frage. Aber wir haben so viele, dass wir den selbst ernannten Lead-Medien, die doch immer nur hinter uns her stümpern, gern ein bißchen von unserer Kreativität abgeben. In unregelmäßigen Abständen stellen wir daher den lieben Kollegen prophylaktisch Schlagzeilen zur Verfügung, die diese unter Angabe unserer Urheberschaft kostenlos verwenden dürfen.

Natürlich macht es uns Gladbach auch leicht. Mitten in der finstersten Finanzkrise seit [wir haben bei Google mal nach Einschätzungen gesucht, bitte je nach Geschmack eintragen:] dem 2. Weltkrieg/den 30er Jahren/Weimar/80 Jahren/Bestehen der menschlichen Zivilisation lacht sich der VfL eine Bank als Sponsor an: Die Postbank, die sich dadurch auszeichnet, dass sie farblich (gelb/blau) so überhaupt nicht zur Borussia passt und bei jedem Menschen in Deutschland verhasst ist, der schonmal für 55 Cent eine Briefmarke kaufen wollte und daraufhin in ein fünfzehnminütiges Gespräch über die Vorteile kostenloser Girokonten verwickelt worden ist – also ca. bei 78 Millionen.

Das liefert Stoff. Wir melden also Urheberrechte für folgende Schlagzeilen an: "Neuville auf der Bad Bank", "Gladbacher Pleite", "Spielerisch insolvent", "Eberl bettelt um Staatsbürgschaft", "Fußballerischer Offenbarungseid", "VfL-Eintrittskarten heißen jetzt Schrottpapiere", "Neuer Name für Borussia-Park: Zum Kuckuck".

Sind wir zu negativ? OK , wir können auch anders: "Gladbacher Post-Moderne", "In Frontzecks Kurs ist Fantasie", "Meisterl-ich", "VfL: in 18 Stadien kostenlos abheben".

Ohje, ist das heiß draußen heute.

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Donnerstag, Juli 02, 2009

der spielplan ist da

Unsere lieben Freunde von der DFL haben heute den Spielplan der nächsten Bundesligasaison veröffentlicht. Um den Hauptgeldgebern von Premiere, die seit gestern "Sky" heißen wollen, einen Gefallen zu tun, eröffnet man mit einer Hammer-Partie fürs Free-TV: Nürnberg gegen Mainz. Ach nein, Hannover 96 gegen Hoffenheim. Quatsch, auch nicht. Frankfurt gegen Bochum. Nein, das war anders. Wolfsburg gegen Stuttgart, genau! Eine Top-Partie, fraglos.

Borussia darf dann gegen die VfL-Kollegen in Bochum antreten, es folgen Spiele gegen Hertha (daheim), in Berlin, zuhause gegen Mainz und auswärts gegen Nürnberg. Ein Auftakt, der Hoffnungen nährt, dass Michael Frontzeck zumindest hypothetische Chancen hat, auch am 6. Spieltag noch Coach des VfL zu sein. Den Klassenerhalt feiern wir dann am 8. Mai zuhause gegen Leverkusen. Und klauben der Werkself mit dem 2:1-Siegtreffer in der 93. Minuten noch den Meistertitel weg. Stattdessen wird Werder Meister, die am letzten Spieltag den HSV, der auch noch rechnerische Chancen hatte, im Weserstadion mit 7:1 zurück an die Elbe schicken. Alles in allem also eine Saison, auf die man sich freuen darf. Bis auf das Intermezzo mit Matthäus. Und die vier Spiele unter Effenberg. Aber dazu dann bei Gelegenheit mehr.

Mittwoch, Juli 01, 2009

das war einmal #26: die erste vfloskel

Mittwochs eine VfLoskel, sommers wie winters hat das reichlich Tradition in unserem kleine Familienblog. Wenn der Ball ruht, machen wir trotzdem weiter mit großem Sport. Wie das alles mal angefangen hat, diese kleine Jugendsünde lesen Sie heute noch einmal.

Überall salbadert es. Schauspieler tun es, Wirtschaftswissenschaftler tun es, Politiker tun es sowieso. Mittlerweile weiß niemand mehr, wo sich die Floskel eigentlich am wohlsten fühlt. Wir bringen sie dorthin zurück, auf den Fußballplatz nämlich. Mittwochs, sonst dem Seitenwechsel gewidmet, ist nun im Sommer Vfloskel-Tag.

Stellen Sie sich einen dicken grauhaarigen Mittfünfziger vor, der schiefe Zähne hat, einen Bierbecher in der Hand und kaum mehr bis elf zählen kann. Durch seine fensterglasdicke Brille sieht er geradeso bis zur Mittellinie. Mit gutem Willen kann er sechs der elf Spieler erkennen, denen er vorgeblich die Daumen drückt. Wenn man ihn fragte, würde er sagen: Vergeblich. Denn, wir ahnen es: "Sie spielen zu wenig über außen."

Es lässt sich die Uhr danach stellen, dass er sie irgendwann anbringt, die fachmännische Analyse. Unabhängig vom eigenen Spielsystem, geschweigedenn dem des Gegners, dessen vier Offensivspieler er ausschließlich erkennt (Merke: Brille), wird es ihm im Spielverlauf mehrmals über die Lippen kommen.

Konter der eigenen Mannschaft. Temporeiches Spiel nach vorn, doch auch der Gegner orientiert sich schnell nach hinten, stellt alle Räume zu. Nirgendwo bietet sich eine Anspielmöglichkeit, stattdessen entscheidet sich der Spielmacher für das einzig richtige: Einen Rückpass, der dem Ende einer Strophe gleicht und den Refrain herausfordert: "Über außen spielen!"

Rasenschach im Mittelfeld, nirgendwo bietet sich Platz für den öffnenden Pass, die Abwehrfalle des Gegner hat schon mehrfach erfolgreich zugeschnappt. Doch dann: Ein genialer Moment, der Spielmacher lupft steil, überlistet die Abwehr, und der Stürmer steht fast frei vor dem Tor. Per doppeltem Übersteiger lässt er den letzten Abwehrspieler alt aussehen, tänzelt den Torwart aus, tritt auf den Ball, allein als er einschieben will, rutscht er auf dem nasse Rasen aus. Doch der Fehler passierte vorher: "Über außen spielen!"

Üble Szene an der Seitenlinie. Ein Gegenspieler senst unsere Nummer Sieben um. Der Schiedsrichter pfeift nicht. Der Brutalo passt weiter auf einen Mitspieler, der nimmt den Ball mit der Hand mit. Der Schiedsrichter pfeift wieder nicht. Beim Zweikampf vor der Grundlinie rollt der Ball ins Aus, bevor der Gegner ihn wieder unter Kontrolle bringt, leider lässt der Linienrichter seine Fahne unten. Die Flanke kommt, und in der Mitte trifft der Abwehrchef den Ball unglücklich, so dass er ins eigene Tor rollt. 0:1. Warum, ist klar: "Weil die über außen spielen!"

Dienstag, Juni 30, 2009

dramulett-dienstag #22: black

In den Spielpausen sorgt wie immer auch diese Saison das VfLog-Theaterensemble für gute Unterhaltung für die ganze Familie. Nach der fulminanten Eröffnung bleibt heute der Lappen jedoch unten. Wir trauern um Pina Bausch, die Wuppertal international berühmt und beliebt gemacht hat – was der WSV wohl nie schaffen wird.

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Montag, Juni 29, 2009

ehrung ohne prügel

Schade, dass unser guter, alter Trollinger nicht mehr DFB-Präsident ist. Sein Nachfolger hat den Euro-Helden am Abend in Oslo artig gratuliert. Das war langweilig. Seinerzeit bekamen die deutschen Kicker bei Siegerehrungen nämlich noch ordentlich eine gescheuert. Freundschaftlich natürlich, aber rücksichtslos. Heute ist alles heititei, früher war alles besser.

Sonntag, Juni 28, 2009

überangebot

Hoppsala, langsam nehmen Qualität und Quantität des neuen Osnabrücker Kaders Überhand. Mit Alexander Krük stehen ab morgen schon 18 Spieler unter Vertrag, mittlerweile ist sogar jede Position mindestens einfach besetzt. Wir fordern: Ausdünnen. Die vielen neuen Spielernamen kann sich ja keiner merken. Weniger ist mehr. Und mehr als drei Wechsel pro Spiel sind eh nicht erlaubt!

Samstag, Juni 27, 2009

kurz sinniert

Was machen eigentlich Paul Thomik und Hennig Grieneisen in den nächsten Monaten den lieben langen Tag? Ein Sabbatjahr? Ein freiwilliges ökologisches Jahr? Einen Zweiligaverein suchen? Im kommenden Sommer könnten sie in Osnabrück ja vielleicht wieder fündig werden.

Freitag, Juni 26, 2009

der fesche freitag #14: vfliterat / sommer-edition 2009

Wenn der Ball ruht in der Sommerpause, gibt's in unserem kleinen Familienblog großes Theater, Sprachkritik und was Schönes zum Anziehen. Mehr braucht der Mensch zum Leben nicht.

Unsere Haus-Weberei näht Paukenschlag um Paukenschlag. Unser Literat-Shirt gibt es neuerdings als Relaunch - noch schicker und noch günstiger. Dieses hippe Stück Stoff leutet unsere Mode-Offensive in diesem Sommer ein.

"Ist ein Dichter oder Schriftsteller schon lächerlich und, wo auch immer, für die Menschengesellschaft schon schwer erträglich, um wie vieles lächerlicher und unzumutbarer ist eine ganze Horde von Schriftsteller und Dichtern und solchen, die sich dafür halten, auf einem Haufen!" Klagt Thomas Bernhard im wunderbaren "Meine Preise". Wir wollen den Haufen noch etwas vergrößern und uns ausmalen, wie Bernhards Tiraden anschwellten, lebte er doch bloß noch. Er ginge bestimmt mit uns ins Stadion.

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Donnerstag, Juni 25, 2009

korrektur II

Nosta culpa! Wir haben uns verrechnet. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn dadurch nicht den geschätzten Freunden vom VfL Halle 96 ein schlimmer Nachteil entstanden wäre. Wir hatten die Sachsen-Anhaltiner [sic!] versehentlich auf eine Stufe mit Wolfsburg gestellt. In der VftabelLe (rechts auf dieser Seite) teilten sich die beiden Klubs zwischenzeitlich den zweiten Platz. Doch das stimmte nicht. Unser treuer Leser "juenter143" weist uns freundlich und doch bestimmt auf die Insolvenz des SV Dessau 05 hin; dadurch bringt es Halle auf nur 28 und nicht auf 30 Saisonspiele - und die Sache sieht schon wieder ganz anders aus. Halle erklimmt mit 2,18 Punkten pro Spiel den alleinigen 2. Rang in der stärksten Liga der Welt. Dazu herzlichen Glückwunsch!

Korrektur I |

Mittwoch, Juni 24, 2009

vfloskel-mittwoch #11: der zähler

Wenn der Ball nicht rollt oder eben nur im lästigen Trainingsbetrieb, ist in unserem kleinen Familienblog alljährlich Zeit für Hochkultur und Müßiggang. Immer mittwochs gibt's eine VfLoskel.

"Die Osnabrücker liegen am Ende einen entscheidenden Zähler hinter..." - "Gladbach holt trotz guter Leistung nur einen Zähler in... - "Die drei Zähler bleiben am Bökelberg und..."
Dabei sind es Punkte! Einfache Punkte, liebe Freunde des ungeschliffenen Wortes: Gladbach holt Punkt um Punkt, und Osnabrück versäumt es, die entscheidenden Punkte zu holen.

Für gewöhnlich finden Sportournalisten das zu simpel. Sie schwadronieren lieber: Die Fohlen bringen das Leder nicht im gegnerischen Kasten unter und versäumen es, die drei Zähler mitzunehmen. Sie denken vielleicht, möglichst viele Synonyme für eigentlich klare Worte zu kennen, verleihe ihrem bemerkenswertem sprachlichen Geschick Ausdruck. Oder es sei schick. Oder der Leser verlange nach Varianz. Sie irren leider.

Es ist wie auf dem Fußballplatz: Wenn einfache Wege zum Erfolg führen, wird man des Kleinkleins schnell überdrüssig. Redundanz ist dann allemal besser als das, was überschätze Stürmer für schicken Fußball halten. Doch man kann sich den Mund fusselig reden. Am Ende machen sie doch die entscheidende Bude und freuen sich am dollsten über die drei...

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Dienstag, Juni 23, 2009

dramulett-dienstag #21: das karussell

In den Spielpausen sorgt wie immer auch diese Saison das VfLog-Theaterensemble für gute Unterhaltung für die ganze Familie. Nach den ersten Proben nehmen ab dieser Woche und bis zum Beginn der Saison nehmen unsere Dramatiker wieder den regulären Spielbetrieb für den wöchentlichen Dramulett-Dienstag auf.

Ein großer, öder, leerer Raum. Achtzehn Hocker. Auf den Hockern Fußballfans, je zwei im Raum verteilt von Borussia Mönchengladbach, dem VfL Osnabrück, dem Hamburger SV, dem VfL Wolfsburg, Schalke 04, Bayer Leverkusen, dem "F"C Köln, Eintracht Frankfurt und Bayern München. Alle Fans tragen die Trikots und Hosen ihrer Vereine, Fußballschuhe, ein Stirnband in Vereinsfarben, eine große Fahne, die nie geschwenkt wird, und haben sich auf die Wangen ihre Vereinswappen gemalt. Helles, gleißendes Licht. Lange Stille.

Der 1. Fan von Mönchengladbach setzt leise an zu sprechen: "Hans, wo bist Du? Hans, wo bist Du? Hans, wo bist Du?" lauter werdend und immer weiter. Nach der 3. Wiederholung setzt der 2. Fan von Mönchengladbach ein und flüstert zunächst, dann immer lauter werdend: "Hallo Ewald, hallo Holger, hallo Dick, hallo Horst, hallo Jupp, hallo Jos, hallo Christian"

1&2 gemeinsam, schreiend: "Hallo Hans!"

1 verfällt zurück in seine Fragen.
2 nun kontinuierlich wiederholend: "Hallo Michael"

Der Kanon von 1 und 2 bietet nun den Hintergrund für die folgenden Einwürfe der restlichen Fans, die mal lauter mal leiser sind, aber immer hörbar. Der Kunst des Regisseurs ist es überlassen, den Klangteppich dramaturgisch-rhythmisch zu gestalten.

Frankfurt 1, schreit: "Funkel, ach, wenn wir das gewusst hätten!"

HSV 1, wie memorierend: "Kurt, Klaus, Thomas, Martin. Nein, Kurt, Klaus, Thomas, Huub. Und Martin. Kurt, Klaus, Thomas, Huub, Martin."

Leverkusen 1, nach jedem Namen eine Tablette schluckend: "Eine für Christoph. Eine für Rudi. Eine für Berti. Eine für Klaus. Eine für Thomas. Eine für Klaus. Eine für Rudi. Eine für Michael. Eine für Bruno."

Köln 1, auf die Melodie von "Mer losse den Dom in Kölle" improvisierend: "Mer losse Christoph in Kölle, und den Erich mittendrin, mehr lasse auch Udo in Kölle, und auch Hannes jehört dahin. Mer lasse auch Jörg in Kölle, und Wolfgang sowieso. Mer losse Morten in Kölle und dä Stephan maacht ons froh. Mer losse de Peter in Kölle, und den Lorenz-Günther aach. Den Bernd und den Ewald in Kölle, und de Christoph blievt am Rhing. Mer lasse auch Friedhelm im Kölle, na den Jos, den sowieso. Und Marcel und Huub und Uwe, und Hanspeter und Holger, na klo! Mer losse Christoph in Kölle..."

Frankfurt 2, weint: "Skibbe, nein, nein, nein Skibbe!"

Bayern München 1: "Franz kann's. Giovanni hat's auf der Pfanni. Otto find ich gut. Na, und der Franz, der kann's. Giovanni – das hatten wir doch schon. Also Ottmar, der ein Gott war. Felix, der Quälix. Schon wieder Ottmar, Herrgott na! Und Jürgen, zum Würgen. Der Jupp mach schwupp!"

HSV 2, leise: "Bruno. Hieß so nicht der Problembär? Aber seit wann gibt's im Rheinland Bären?"

Wolfsburg 1, wimmernd: "Felix, Felix, wieso hast Du mich verlassen?"

Leverkusen 2, laut, eine ganze Packung Tabletten vertilgend und mit Wasser spülend: "Dreißig für Jupp, und Schluck!"

Schalke 1: "Ich kann mir die Trainer eh nicht merken. Hauptsache, der Rudi Assauer kriegt mal wieder einen Tritt in die Nüsse von seiner Ische. Hicks."

Köln 2, euphorisch: "Zvonimir! Du Meistermacher! Alles im Soldo, ha, ha, ha!"

Bayern München 2: "Was reimt sich denn nur auf 'van Gaal'??"

Wolfsburg 2, tröstend: "Wenn jetzt eine Veh vorbeikommen würde, und Du hättest einen Wunsch frei, was würdest Du Dir wünschen?"
Wolfsburg 1: "Ich würde Felix zurückwollen."

Schalke 2 packt wortlos einen Schal aus und hängt ihn um, darauf geschrieben "Felix Magath, deutscher Meister 2008, 2009, 2010".

Gladbach 1&2 verstummen. Black.

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Montag, Juni 22, 2009

es ist aus

Zunächst eine Klarstellung: Gladbach tut zu viel derzeit. Neuer Trainer, neuer Sponsor, lauter neue Spieler. Ich komme nicht mehr mit. Wir kümmern uns drum. Bald. Aber nicht heute.

Heute aber dies: Alle Welt redet von den Rekordtransfersummen in Spanien, die SZ berichtete, dass eine ganze Reihe europäischer Klubs technisch bankrott sei. Wir weiten heute daher den Blick und weisen unsere Leser auf den besten Artikel hin, der sich zum Thema Finanzkrise weltweit finden lässt. Nicht erschrecken, es sind ausgedruckt nur 22 Seiten. Aber einfacher ist's eben nicht zu haben. Und wer mag, kann vorher den Artikel in Word kopieren und einen Suchen&Ersetzen-Durchlauf machen: "RBS" durch "Real Madrid". Wir sprechen uns wieder in ein paar Monaten. Hier war's zuerst zu lesen.

Sonntag, Juni 21, 2009

grimme, die zweite

Zunächst eine Klarstellung: Gladbach tut zu viel derzeit. Neuer Trainer, neuer Sponsor, lauter neue Spieler. Ich komme nicht mehr mit. Wir kümmern uns drum. Bald. Aber nicht heute.

Heute aber dies: Wir verstehen die Welt immer noch nicht. Wie berichtet sind wir wieder nicht für den Grimme Online Award vorgeschlagen worden. Dabei wimmelt es heuer (hallo, fesche Österreicher Mädels, von denen wir wissen, dass sie diesen kleinen Familienblog besonders gerne lesen!) nur so von Fußballseiten bei den sonst so grimmigen Grimmern. Zum Beispiel sind auch die Ästheten von der Fußball-Landschaft nominiert. Die allerdings weder den Bökelberg, noch die Bremer Brücke (nichtmals mein Wuppertaler Stadion am Zoo) im Angebot haben. You ain't seen nothing yet!

Samstag, Juni 20, 2009

aufgalopp

Übermorgen geht's schon wieder los, das darf doch wohl nicht wahr sein. Michael Frontzeck bittet zum Aufgalopp zur neuen Saison, die Vorbereitung startet. Der auf sanftem Ruhekissen gebettete Anhänger fragt überrascht: War nicht gestern noch Pokalfinale? Gibt's keine Sommerpause mehr? "Doch, doch, die ist schon vorbei", pfeifen die Übungsleiter am Niederrhein von ihren Dächern. Also tummeln sie sich übermorgen, Thorben Reus, Marcel Marx, Tim Meewijdjes, Raul Bibudillo und wie sie alle heißen. Toll, das klingt mindestens nach UEFA-Cup. Gut 200 Kilometer weiter nördlich in Osnabrück wird das muntere Treiben übrigens nur müde belächelt. Wie adäquat vorbereiten mit zwölf Feldspielern plus Torwarte?