zweiund-zwanziger
Eine tragende Rolle-Rückwärts mimte diesmal unser Präsitheo. Derzeit noch auf Sommerurlaub in Lodz, verkündet Zwanziger: "Es ist nicht so, dass der Fußball unterginge, wenn wir bei einer zweigleisigen dritten Liga bleiben würden."
Die Exegese dessen überlassen wir VfLothar, der Zwanzigers Vorstoß als voll und gans "unverschämt" bewertet. Der VfL-Manager denkt, Zwanziger "will bei dem Bundestag, bei dem er zum alleinigen DFB-Präsidenten gewählt wird, keine Konflikte und keine Gegenstimmen. Seine Krönung soll störungsfrei verlaufen." Wahrlich, dieser Verdacht liegt nah.
Als Kompromiss darf da Gans' ganz eigener Vorschlag gelten: 22 Teams in einer eingleisigen Regionalliga mit vier Amateur-Mannschaften von Erst- bzw. Zweitligisten, außerdem Kooperationen zwischen Regional- und benachbarten Bundesligisten. Das hört sich klug an - und ist gleichsam ein unverkennbares Indiz dafür, dass es so ganz bestimmt nicht kommt.
Beachtlich - und dennoch nicht verwunderlich - ist nämlich die Lobby der Rummenigges und Allofs' dieser Welt. Diese Fußball-Heuschrecken machen einen glauben, eine ganze Herrschar an Fußball-Fans stünde hinter ihren Protesten gegen die ursprünglich auch von Zwanziger befürwortete Reform. Wer, fragt man sich, sind diese Protestierenden? Wo sind die Fußballfans, die mit den Großen für einen Verbleib der Amateurklubs streiten? Respekt jedenfalls an diejenigen, die es offenbar zumindest vorerst zu verhindern wissen, die Regionalliga noch attraktiver, spannender und den ersten beiden Ligen ebenbürtiger zu machen.

