Freitag, 27. Mai 2011

gute arbeit und geballte dummheit

Der Anstand erforderte es, nach dem lila-weißen Abstieg von Dienstag Abend an dieser Stelle auf unserem kleinen Familienblog nicht allzu früh die Euphorie heraushängen zu lassen. Unsere Kopf- und Halsschmerzen am gestrigen Donnerstag haben uns diese Geste leicht gemacht.

Spätestens seit Dienstag war auch klar, dass es für Gladbach keine einzige Möglichkeit mehr gab, sich die 2. Liga schönzureden. Ohne die Brüder im Geiste aus Osnabrück wäre die 2. Liga 2011/12 keine Bundesliga der Herzen, sondern eben einfach nur eine Aneinanderreihung von Aue, Aachen, Paderborn, Ingolstadt... Nein, Danke!

Dass mindestens eine Saison in diesem Sammelbecken der Langeweile Gladbach erspart bleibt, dafür können alle Fans dankbar sein. Und viel mehr gibt es fast nicht zu sagen, denn dieser Klassenerhalt macht in erster Linier sprachlos. Wer sich an die Hinrunde erinnern kann (und welcher Fan könnte diese Schmerzen vergessen?), der bemüht heute Wörter wie "Wunder", "Sensation" oder "Mythos". All diese Geschichten sind vielfach erzählt worden.

Als Lucien Favre als frisch berufener neuer Cheftrainer verkündete, der Klassenerhalt sei "möglich, aber schwierig", da wurde das vielfach als Zweckoptimismus abgetan. Doch Favre hat mit seiner Mannschaft das Schwierige erreicht - womöglich nicht durch ein Wunder, sondern durch sehr, sehr konzentrierte und sehr, sehr gute Arbeit.

Nach Michael "Durch meine Arbeit zieht sich ein roter Faden und der heißt Abstieg" Frontzeck hätten wir fast jeden Trainer in Gladbach mit offenen Armen empfangen. Dass die bekanntlich nicht immer glücklich agierenden Verantwortlichen gerade Lucien Favre gewonnen haben, war entweder ein Geniestreich oder ein Geschenk des Himmels - der Fußballgott hat uns noch nicht verraten, ob er seine Finger im Spiel hatte.

Wir freuen uns jedenfalls auf die nächste Saison mit Favre, und wir geloben, nicht nach europäischen Wettbewerben zu schreien, sondern realistisch und bescheiden zu bleiben. Wenn man in Gladbach denn träumen möchte, dann bitte nicht immer wieder den gleichen, unheilbringenden Traum vom schnellen Erfolg, sondern den von einem langfristigen Wachstum. Wenn Lucien Favre 2020 noch VfL-Coach wäre, dann wäre das ein Zeichen, das sich wirklich etwas geändert hat bei den Fohlen. Und mit diesem Trainer ist das ein schöner Traum - ganz anders als der Gedanke an neun Jahre Frontzeck.

Am Sonntag, auf der Mitgliederversammlung gilt es, zunächst gleichermaßen kurzfristige wie langfristige Weichen zu stellen. Langfristig heißt es, eine undurchsichtige Satzungsänderung zurückzuweisen, die unter dem Anschein der Partizipation ohne Not Strukturveränderungen durchdrückt, von denen bis heute niemand beantworten konnte, wofür sie gut sein sollen. Außer für einen Zweck (den Anteilsverkauf), den die Protagonisten aber angeblich gerade nicht wollen. Kurzfristig muss das lächerliche Duo Effenberg/Köppel verhindert werden. Wer bei Königs Magenkrämpfe kriegt, der möge sich nur einen Monat Dauerbeschallung mit der geballten Dummheit Effenbergs und der winselnden Einfalt Köppels vorstellen, und er wird sich zurück nach Magenkrämpfen sehnen, sobald er mit dem Kotzen aufgehört hat.

Doch bevor die Stimmung hier zu schlecht wird, machen wir schnell die Augen zu und erinnern uns an die Szene, als die Mannschaft nach dem Spiel in Bochum Lucien Favre hochleben ließ. Hoch, hoch, hoch! Danke, Lucien! Danke, VfL!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

So sieht's aus. 2. Liga, Nein Danke - Initiative, Nein Danke!

Anonym hat gesagt…

Sprach der Königsjünger, Ihr glaubt das eure Kommentare schlau sind ?!? Am Sonntag wird abgerechnet. PRO INITIATIVE - PRO REVOLUTION

Delling hat gesagt…

Wer für die Initiative ist, der ist gegen Gladbach...der hat keine Raute im Herzen...Revolutionen sind nie gut...man muss was ändern ohne Frage...aber wer vermeintliche Unfähigkeit und Alleinherrschaft mit einem unfähigen Alleinherrscher bekämpfen will, der zeigt wie dumm er ist...gegen Inititive und für mehr Mitspracherecht im Verein durch Vertreter der Fans....aber ohne Effe, Köppel und die anderen Schergen...das ist erst recht der Untergang unserer Borussia

Sascha Klein hat gesagt…

@Anonym 15:10 :

Ich denke nicht das es ein Königsjünger ist, der hier seine Meinung zum Ausdruck bringt. Es ist wohl eher einer, dem die Borussia am Herzen liegt und alles und jeder wäre besser als diese dubiose und vertrauensunwürdige Initiative! Auch ein Königs! Richtig!...am Sonntag wird abgerechnet...Gott sei Dank!

Liebe Grüsse Sascha ( heisserautenkiste)

Anonym hat gesagt…

@ Delling

So, so wer für die Initiative iost, der ist gegen Gladbach ? Ich bin seit über 40 Jahren Fan, bin Vereinsmitglied, Fanprojektmitglied und Nordkurvenstehplatz Dauerkartenbesitzer. Und dann muss ich mir von Dir Schnösel sowas vorwerfen lassen ? Mit Sicherheit nicht und frag mal in den ehemaligen Ostblockländern, Südafrika oder der Ex - DDR nach, wie "schlecht" eine Revolution ist.....

kaputnik hat gesagt…

Ich denke man braucht nicht lange nachdenken, dass auch ein Favre mit der verfügbaren Mannschaft der Hinrunde, keine solchen Leistungen wie in der Rückrunde geschafft hätte und auch im Relegationsspiel II sah man 30 Minuten trotz einem Kader nahezu in Bestbesetzung, wie schwer sich die Mannschaft manchmal tut, ihre scheinbar gottgegebene Pomadigkeit abzulegen....

Ich denke an der basis der guten Rückrunde stand die Verpflichtung von Hanke, Nordtveit und Stranzl Und das wurde durch das team Frontzeck / Eberl realisiert!Ansonsten muss ich nämlich auch sehr stark bezweifeln, dass Frontzeck der Alleinschuldige sein sollte, für den scheinbar nicht bundesligatauglichen Kader mit der wir in die Hinrunde starteten...

Bei allen "Favre der Retter sei Dank" Jubelorgien sollte man nicht so unfair sein, immer und immer wieder Frontzeck unnötig ans Bein zu pissen - insbesondere in der auch von dir untauglichen Form!

Favre ist der bessere Trainer - darüber muss man auch gar nicht diskutieren - aber ob Frontzeck ohne Lösungsideen war und unter ihm eine Rückrunde ohne Rettung gestanden hätte ist aus meiner Sicht nicht so klar, wie dargestellt.... denn die Basis um erfolgreich arbeiten zu können bildete eben die
für die Rückrunde geformte Mannschaft - ohne ein konkurrenzfähiges Team kannst du mit dem besten Trainer der Welt nicht bestehen... - mit einer Abwehr um Schachten /Wissing- JICB/Anderson hätte es auch Favre nicht geschafft...

Favre war aus meiner Sicht ein Glücksfall - und der Zeitpunkt war ggf. folgerichtig, aber wer weiß ob Borussia mit einem Trainerwechsel schon während der Hinrunde wirklich seiner Rettung ein Stück näher gekommen wäre?

Ach ja, und wenn der Schiri nicht will, kann auch Favre nicht punkten (in memoriam Mainz), was man ja bezüglich der Bewertung der Hin- und Rückrunde ggf. nicht ganz vergessen sollte...

björn hat gesagt…

@ anonym 15:51:

schön, wenn du schon leute als schnösel beschimpfst, aber vielleicht hast du ja gute argumente für die initiative?! oder zumindest argumente gegen die offensive und warum du deren satzungänderungen nicht mitträgst?!

weil "effe" nicht mitmacht? oder weil köppel nicht präsident wird? oder weil sich der aufsichtsrat danach nicht selbst beaufsichtigt und mit dem verein machen kann, was er will? und komischerweise sitzt kox in diesem aufsichtsrat..

echt unglaublich was sich manche menschen vormachen lassen, wenn man irgendwelche phrasen und pseudoargumente auspackt.

echt dämlich..

Anonym hat gesagt…

Initiative=Demagogen=Spekulanten=Diktatur=Untergang


Man muß sich schon fragen wie naiv viele Leute sind. Die hören von der Initiative nur das Wort "viel Geld" und schon glauben sie es würden wunderbare Zeiten anbrechen. Das Gegenteil wäre der Fall. Das viele Geld würde in die Taschen weniger Privatleute fließen und nicht in die Mannschaft bzw. der ganze Verein würde ein paar Privatleuten gehören, die sich nur ein paar Jahre lang bereichern wollen und danach entweder verschwinden und einen Trümmerhaufen zurück lassen, oder gar nicht mehr verwchwinden würden bis zum Lebensende.

Die Mitglieder würden zudem in Scharen austreten.

Alle glauben die Initiative sei eine freiheitliche Rettung des Vereins. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Es wäre eine Diktatur ohne gleichen mit lauter Spekulanten an der Spitze. Die Mitglieder hätten dann gar keine Einflußnahme mehr. Mit Liebe zum Verein hat die Initiative gar nix am Hut, nur persönliche Interessen.

Was aber genauso schlecht ist, wäre eine Mitsprache der Fans. Jedes Jahr eine neue Führung, nur weil das Spiel zuvor gerade verloren wurde. Fer Verein gehört nicht den Fans und schon gar nicht der Nordkurve.

Aber in Deutschland scheint es zu reichen, wenn nur einer aufsteht und Prpaganda macht, schon sind alle begeistert. Hat es ja schon mal gegeben im letzten Jahrhundert.

Gegen die Initiative
Gegen direkte Mitsprache der Fans

Anonym hat gesagt…

"Wer bei Königs Magenkrämpfe kriegt, der möge sich nur einen Monat Dauerbeschallung mit der geballten Dummheit Effenbergs und der winselnden Einfalt Köppels vorstellen, und er wird sich zurück nach Magenkrämpfen sehnen, sobald er mit dem Kotzen aufgehört hat."

Genau so, da lieber noch 10 Jahre Königs, ich hoffe das die Initiative so eine Niederlage kassiert, dass sie nie mehr auf die Idee kommen ihrer ""Herzensangelegenheit"" nachgehen zu wollen. Leider gibts halt viele die mit der geballten Dummheit der Initiative gut zurecht kommen ;-)

Nico hat gesagt…

Pro Initiative und Königs RAUS

Anonym hat gesagt…

Bezeichnend, dass die Ini-Unterstützer außer "Königs raus" und "Ich will, dass sich was ändert" überhaupt keine Argumente haben.

Habt ihr den Effe der letzten acht Jahre mal gehört? Habt ihr Köppels Interview im ZDF gesehn, wo er davon schwadronierte, dass er Königs angeboten hat, in der Winterpause Trainer zu werden wenn er MF rauswirft und der nun von Königs (absolut richtiger!) Absage so beleidgt war, dass er sich der Ini angeschlossen hat?

Ihr wollt solche Leute in der Führung?

McPappnase hat gesagt…

die Seitenhiebe auf Frontzeck halte ich für völlig unnötig, und nicht im geringsten lustig.

Daß Favre ein sehr guter Trainer ist steht außer Frage.